Die ersten Tage

Buen Camino, Gruezi und Bonjour,

Seit einer Woche sind wir nun schon unterwegs in der Schweiz. Nach einem halben Jahr planen, setzen wir jetzt endlich unseren Plan, von Avignon nach Santiago zu laufen, in die Tat um.  Die Rucksäcke wiegen stattliche 13 Kilo, unser ganzes Hab und Gut für die nächsten Monate.

Die Flixbusfahrt von Dresden nach Zürich war eine Tortur und ist nicht zu empfehlen. Es gibt wesentlich entspanntere Touren, als ein Uhr nachts zu starten und dann 12 Stunden auf zwei sehr engen und unbequemen Sitzen zu hocken, in denen es keine Sitzposition gab, in der es sich halbwegs aushalten lies. Helene hatte noch zwei Tage nachher Schmerzen in den Waden. Nachdem wir von Helenes Großcousin am Bahnhof in Empfang genommen wurden, ging es in das älteste vegetarische Restaurant der Welt, ins „Haus Hitli“. Das Essen konnte man sich an einem Buffet individuell zusammenstellen, um es nachher nach Gewicht zu bezahlen. Übrigens eine sehr große Empfehlung, auch für die Leute die nicht auf Fleisch verzichten. Im Anschluss wurde uns die Stadtteile Zürich West und Langstraße gezeigt, die eine Mischung aus Dresdner Neustadt und Berlin Schöneberg sind und wo die eher „hippe“ Bevölkerung der Stadt wohnt.

Am Sonntag ging es dann in den nahegelegenen Sihlwald (das größte Naturwaldreservat im Schweizer Mittelland), mit anschließendem Besuch im Wildpark. Die Highlights des Wildparks waren definitiv die Bären, welche wie riesige Teddybären zum Knuddeln aussahen und das „Müsli Hüsli“, wobei hier gesagt werden muss, dass mit „Müsli“ nicht die Frühstücksflocken, sondern putzige Hausmäuse gemeint sind, welche sich das Hüsli mit fetten Ratten und Siebenschläfern geteilt haben, die wir leider nicht zu Gesicht bekommen haben. Einziger Tiefpunkt des Tages: die eigentlich auch im Park ansässigen Przewalski-Pferde wollten sich Helene nicht zeigen.

Vorbereitet wie ich bin, habe ich am Montag noch ein Paar Barfußschuhe gekauft, um neben den Flip Flops und den Wanderschuhen noch ein paar Alltagsschuhe zu haben. Nachdem das erledigt war, haben wir uns noch die Züricher Altstadt angeguckt und waren zum Mittag in einem orientalischen Restaurant, was auch vorzüglich geschmeckt hat.

Am nächsten Tag ging es mit dem Zug nach Interlaken.

Aber davon handelt der nächste Beitrag.

PS: Ich entschuldige mich nicht für die sehr unkreative Überschrift!

1 Gedanke zu „Die ersten Tage“

  1. Beste Grüße vom Admin, Registrierung als Benutzer is jetzt möglich 🙂

    PS: Unkreative Überschriften sind kein Problem, aber im zweiten Satz fehlt ein Komma nach dem Wort »laufen«. 😉

    PPS: Während ich diese Zeilen schreibe, verabschiedet sich der Sommer hier gerade mit einem tollen Gewitter. Wünsche Euch morgen eine gute Überfahrt nach Avignon, Buen Camino!

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